Donnerstag, 30. Oktober 2008

Auf zur Donau 15.10.08

Von Autoscooter-Techno und Entengeschnatter

So, endlich auch mal wieder ein Eintrag von mir. Meine letzte Knisperei ist ja schon eine ganze Weile her, aber glaubt ihr ich bin zum Fotos überspielen und zurechtbasteln gekommen? Nee, und das trotz Urlaub ^^

Nunja, zu den Fotos: Angefangen hat es dieses Mal mit einem kurzen Besuch auf dem Prater, (da muss ich auf dem Weg zur Donau nämlich eh immer durch) und wie jeder Mensch der den Prater mit einer Kamera betritt habe ich natürlich auch einmal das berühmte Riesenrad geknipst. Ich habe aber mal versucht mich auf die schönen Metallstreben und Drahtseile zu konzentrieren. Deshalb gibt es vom Riesenrad auch nur Detailaufnahmen und nicht das obligatische Postkartenmotiv :)










Dieser freundliche Eisenmann begrüßt einen übrigens direkt am Haupteingang...


und direkt daneben das bonbonfarbene alte Kettenkarussell


Auf dem nur ein paar einsame Touristen durch die Luft kreisten, es war nämlich richtig böse grau und regnerisch





Weiter gings direkt über die hohe Reichsbrücke zur Donau. Und liebe Kinder, das hier, das ist ein Leuchtturm






Für Donaupanoramen gab das Wetter leider garnix her, so habe ich mich einfach mal in ein Blumenbeet geworfen, ich mochte die Farben sehr. Habe das Gefühl die kleine Fuji mag Makroaufnahmen auch, im Gegensatz zu Aufnahmen bei wenig Licht, da wird direkt beleidigt losgerauscht ;)








Als ich aus dem Blumenbeet wieder aufgetaucht war blinzelte mich doch tatsächlich wie aus dem Nichts die untergehende Sonne an. Tss, man sieht auf dem Bild sogar noch die dicken grauen Wolken die gerade abziehen


Das gab natürlich den weiteren Bildern eine dicke Portion Sonnenuntergangs-Romantik, da konnte ich garnix dafür ;)




Das ist nochmal ein Bild zur anderen Seite raus, da sind die bösen Wolken noch zu sehen, aber ich fand den Kontrast zum irre weiss leuchtenden Hochhaus toll


Ein Brückenpfeiler mit Rolltreppe hinter den Fenstern. Cool oder? Die U-Bahn fährt nämlich auch über die Brücke, daneben sind Rad-und Fussgängerweg und ganz oben die Straße für die Autos. Hoffe die Architekten haben sich das diesmal gut überlegt. Die Brücke ist ja 1976 komplett eingestürzt, und wenn jetzt die U-Bahn durchrauscht, rumpelt es einen auf dem Fahrrad auch ganz schön durch ^^


Diese fotogene Taube war total nett zu mir, liess mich ohne mit der Daune zu zucken ganz nah an sich heran und hielt brav still für ein paar Schnappschüsse :)






Hier habe ich hinter der Uferpromenade an den Treppen zum Wasser ein wenig pausiert...


und mich direkt mit einer Ente angefreundet :-)






Als mir dann kalt wurde habe ich den Heimweg angetreten und noch das vollgeregnete Dach einer Cocktailbar an der "Copa Kagrana"-Partymeile fotografiert


Ich musste direkt "Back in the USSR" vor mich hinsummen als ich diesen Stern auf einem Bar-Dach erblickte


Dieses Foto ist qualitativ...naja reden wir nicht drüber *g* Aber ich fand die Sonne mit der Wolke so schön


Hier nocheinmal der Leuchtturm auf der Donauinsel und dahinter die ja auch schonmal geknipste Kirche ;)


Und schon sind wir wieder zurück, denn der Eisenmann auf dem Prater wollte sich auch noch einmal in goldenem Licht zeigen


Ein paar Karussells hab ich auch noch mitgenommen, leider sträubte sich die Fuji immens, vielleicht ist das eher was für Stativ-Aufnahmen :)




Tja, da war es auch schonwieder. Mal sehen, ich habe schon eine Idee für neue Bilder, dieses mal aber Indoor. Falls es Herzeigbares gibt, dann in Kürze wieder hier im selben Theater. Bis bald! :)

Sonntag, 19. Oktober 2008

Urbaner Kitsch 05.10.08

Autobahnzubringer-Romantik bei schwindendem Sonnenlicht

So, da ist er nun, der schon lang angekündigte 2. Teil der Trabrennbahn-Tour.
Ich wollte die Bilder unbedingt vom Rest trennen, da sie für mich garnicht dazupassen. Das ist in Wien aber auch unglaublich. Man tritt dreimal in die Pedale und schon ist man mitten in der Botanik. Dann ein paar Meter weiter umhüllt einen schonwieder die große Stadt. Ich mag diesen Wechsel sehr :)

Die Bilder waren leider teilweise ziemlich verrauscht, entweder die kleine Fuji zickt bei einem bestimmten Grad an wenig Licht wirklich rum oder ich habe einfach noch nicht kapiert wie ich bei solch einer Lichtstimmung gescheit Fotos machen soll ;) (Naja, wohl eher letzteres, hehe.)

Auf diese Fussgängerbrücke über dem Autobahnzubringer habe ich übrigens heroisch mein tonnenschweres Fahrrad die ganzen Treppenstufen hochgeschleppt. Und als ich keuchend oben stand hab ich gesehen das ich nur um die Stufen herum, auf der anderen Seite. schön locker hätte hochschieben können. Da wußte ich dann spontan auch wieso die Fußgänger mich so blöde angafften beim Rad tragen. ^^


Diese unglaublich kitschigen Sonnenuntergangs-Farben habe ich übrigens nicht nachträglich beim Bild bearbeiten reingedreht, die waren tatsächlich so. (Aber den Grünstich hab ich natürlich entfernt :D)




Die Lichtstimmung auf dieser Seite war so merkwürdig und skurril, und ja, wurde von mir einfach noch verstärkt, aber ich mags, auch wenn es so falsch aussieht :)


Schrauben beim Schlange stehen


Donaukanal mit hohem Kitschfaktor. Fehlt nur oben drüber "Greetings from beautiful Vienna" in Comic Sans :D


Eingezäunter Fernsehturm


Neuer Volkshochschulkurs: Kreative Maschendrahtzaunknüpftechniken für Fortgeschrittene


Irgendwann war die Sonne dann weg und ich ganz alleine


Dafür kam aber der Mond - und ein Rudel Baukräne in freier Wildbahn hab ich auch noch erwischt


Übrigens, dem aufmerksamen Betrachter wird es aufgefallen sein: Formatänderung! :) Auf fachlichen Rat hin hab ich da mal mit experimentiert. Diesmal im schönen goldenen Schnitt 1:1.62. Ich mags. Und es war interessant zu überlegen welche Bereiche ich croppe ohne das mir (für mich wichtige) Details auf dem Bild flöten gehen. Einfangen tu ich die Bilder ja nunmal mit 4:3 (vielleicht sollte ich da an der Cam mal was abkleben zum Test :-)) Quadratisches Format würd mich ja auch interessieren, probier ich sicher auch nochmal ^^/

Samstag, 11. Oktober 2008

Alte Trabrennbahn 05.10.08

Zwei Erkenntnisse: Zäune sind immer im Weg und verfallene Häuser sind gruselig

Okay, meine zweite Fototour führte mich zur alten, geschlossenen Trabrennbahn östlich vom Prater zwischen Simmering und Autobahn. Dieses mal sind einige Schwarzweiß-Bilder dabei, ich fand sie passten besser zum verfallenen Vergangenheitscharme den die Gebäude ausstrahlen

Ich war ja wieder an einem Sonntag unterwegs und es war wie üblich bummvoll, doch als ich hinter diesem alten Kiosk einbog, war wirklich niemand mehr auf den Wegen unterwegs, und ich habe bestimmt 2 Stunden nicht eine Person mehr gesehen, das war richtig merkwürdig.


Hier ein Hauseingang an Gebäuden die wohl zu den ehemaligen Reitställen gehören, jetzt alles Wohnhäuser, sah plötzlich, obwohl mitten in der Stadt richtig ländlich aus alles :)


Ein riesiger (wirklich riesiger!) Baum. Wie man sieht war das Wetter richtig klasse, ein strahlend blauer Himmel.


Dies sind jetzt die Gebäude direkt an der Rennbahn. Keine Ahnung wozu der Turm gut ist, das rechts ist wohl der Ausguck um die ganze Bahn überblicken zu können. Leider kam ich nirgends näher ran, denn das ganze Areal ist akribisch eingezäunt. Hätte mich zu gerne einfach durchgemogelt, aber überall hingen böse, mit Anzeige-drohende Schilder, also hab ichs lieber gelassen. Schade, die Motive sahen schon von weitem toll aus.




Verfallene Kassenhäuschen (und ich auf Kniehöhe verheddert in einem Maschendrahtzaun durch den ich gerade durchzoomte)


Komplettaufnahme


Soviele Kassen wie sie hatten, war zu früheren Zeiten sicher richtig viel los, man konnte sich richtig in die Zeit damals hineindenken, den Trubel, die Anfeuerungsrufe, das Pferdegeklapper, die Startdurchsagen :)




Nein, das Pferd hatte dort niemand auf der Bahn vergessen, das war eine Ecke hinter der Trabrennbahn auf einer Koppel. Obwohl der Gute da noch so unschuldig schaut wollte er mir 2 Sekunden später ins Objektiv beissen ;)


Hinter der Koppel war direkt die Autobahn und genau daneben dieser Turm mit Werbeaufschrift


Und jetzt zum Gruselpart; hinter der Koppel war eine schöne Wiese auf der ich ein Päuschen machte, und erspähte hinter Bäumen ein altes Gebäude. Neugierig wie ich bin hab ich mich durchs hohe Gras geschlagen, mir den Weg dorthin gebahnt und mir das ganze einmal angeschaut. Sah alles überwuchert und zugsperrt aus. Und oben auf dem Dach prankten auf der Rückseite riesige Werbetafeln, für die vorbeifahrenden Autos an der höher gelegenen Autobahn.

Zugewuchertes Fenster


Ein hübsch verfallener Schornstein


Und ich bin also einmal um das Haus herumgewandert und habe vorsichtig hineingespäht, das sah wirklich irre aus. Es war noch halb möbliert, ansonsten voller Krempel und Chaos. Es musste vor Urzeiten einfach eingerichtet verlassen worden sein. Und meine Neugier war natürlich so groß, ich konnte nicht anders, also allen Mut zusammen genommen. Die Tür war auch nur mit einem Ast zugesperrt. Man, hatte ich vielleicht Angst...aber, Kamera in die rechte Hand, Handy auf Notruf in die linke und mit einem leisen "Halloo? Ist hier jemand?" einfach rein. Sah bestimmt richtig dämlich aus :-)


Der wirre Kabelsalat für die Werbetafeln auf dem Dach ist mir vor lauter Herzklopfen beim Fotografieren garnicht aufgefallen. Ich hätte gerne noch viel länger Fotos gemacht, aber als dann aus den anderen Räumen plötzlich irgendwelche Geräusche kamen bin ich panisch direkt wieder rausgerannt :-)


Einige Innenaufnahmen mehr gibt es schon, aber ich hab wohl so gezittert, es wurde leider alles unscharf ;)

Das ist die Eingangstür, ich mochte wieder die Farben :)


Das ist jetzt kein besonders gutes Foto, aber schau sich das einer an, das erklärt bestens wieso ich mich im Moment vom Glück einfach irgendwie geküsst fühle und fast immer gute Laune habe. Bei sovielen Hufeisen kann ja garnix mehr schief gehen ;)


Das Moos-Muster auf dem Beton mochte ich irgendwie


Hier nochmal ein Teil des Hauses von aussen. Links bin ich zur Tür rein. Am Fenster sieht man ja jetzt wie dunkel es tatächlich war..brrr. Und rechts sah man direkt in die alte Küche, da stand sogar noch ein verrosteter gußeiserner Ofen und eine uralte Nähmaschine, hätte ich gerne fotografiert, hatte aber Angst beim Kraxeln über den Gerümpelhaufen breche ich mir was oder mir fällt die Mauer auf den Kopf ;)


Irgendwann muss ich dort definitiv nochmal hin, auch wenn es so unheimlich war. Aber dann lieber nicht ganz alleine :)

Als ich mit dem Gruselhaus fertig war ging auch langsam schon die Sonne unter und ich bin am Donaukanal entlang Richtung Heimat geradelt. Habe dort auf einer Brücke auch noch ganz viele Bilder gemacht. Die folgen dann in Teil 2.