Samstag, 11. Oktober 2008

Alte Trabrennbahn 05.10.08

Zwei Erkenntnisse: Zäune sind immer im Weg und verfallene Häuser sind gruselig

Okay, meine zweite Fototour führte mich zur alten, geschlossenen Trabrennbahn östlich vom Prater zwischen Simmering und Autobahn. Dieses mal sind einige Schwarzweiß-Bilder dabei, ich fand sie passten besser zum verfallenen Vergangenheitscharme den die Gebäude ausstrahlen

Ich war ja wieder an einem Sonntag unterwegs und es war wie üblich bummvoll, doch als ich hinter diesem alten Kiosk einbog, war wirklich niemand mehr auf den Wegen unterwegs, und ich habe bestimmt 2 Stunden nicht eine Person mehr gesehen, das war richtig merkwürdig.


Hier ein Hauseingang an Gebäuden die wohl zu den ehemaligen Reitställen gehören, jetzt alles Wohnhäuser, sah plötzlich, obwohl mitten in der Stadt richtig ländlich aus alles :)


Ein riesiger (wirklich riesiger!) Baum. Wie man sieht war das Wetter richtig klasse, ein strahlend blauer Himmel.


Dies sind jetzt die Gebäude direkt an der Rennbahn. Keine Ahnung wozu der Turm gut ist, das rechts ist wohl der Ausguck um die ganze Bahn überblicken zu können. Leider kam ich nirgends näher ran, denn das ganze Areal ist akribisch eingezäunt. Hätte mich zu gerne einfach durchgemogelt, aber überall hingen böse, mit Anzeige-drohende Schilder, also hab ichs lieber gelassen. Schade, die Motive sahen schon von weitem toll aus.




Verfallene Kassenhäuschen (und ich auf Kniehöhe verheddert in einem Maschendrahtzaun durch den ich gerade durchzoomte)


Komplettaufnahme


Soviele Kassen wie sie hatten, war zu früheren Zeiten sicher richtig viel los, man konnte sich richtig in die Zeit damals hineindenken, den Trubel, die Anfeuerungsrufe, das Pferdegeklapper, die Startdurchsagen :)




Nein, das Pferd hatte dort niemand auf der Bahn vergessen, das war eine Ecke hinter der Trabrennbahn auf einer Koppel. Obwohl der Gute da noch so unschuldig schaut wollte er mir 2 Sekunden später ins Objektiv beissen ;)


Hinter der Koppel war direkt die Autobahn und genau daneben dieser Turm mit Werbeaufschrift


Und jetzt zum Gruselpart; hinter der Koppel war eine schöne Wiese auf der ich ein Päuschen machte, und erspähte hinter Bäumen ein altes Gebäude. Neugierig wie ich bin hab ich mich durchs hohe Gras geschlagen, mir den Weg dorthin gebahnt und mir das ganze einmal angeschaut. Sah alles überwuchert und zugsperrt aus. Und oben auf dem Dach prankten auf der Rückseite riesige Werbetafeln, für die vorbeifahrenden Autos an der höher gelegenen Autobahn.

Zugewuchertes Fenster


Ein hübsch verfallener Schornstein


Und ich bin also einmal um das Haus herumgewandert und habe vorsichtig hineingespäht, das sah wirklich irre aus. Es war noch halb möbliert, ansonsten voller Krempel und Chaos. Es musste vor Urzeiten einfach eingerichtet verlassen worden sein. Und meine Neugier war natürlich so groß, ich konnte nicht anders, also allen Mut zusammen genommen. Die Tür war auch nur mit einem Ast zugesperrt. Man, hatte ich vielleicht Angst...aber, Kamera in die rechte Hand, Handy auf Notruf in die linke und mit einem leisen "Halloo? Ist hier jemand?" einfach rein. Sah bestimmt richtig dämlich aus :-)


Der wirre Kabelsalat für die Werbetafeln auf dem Dach ist mir vor lauter Herzklopfen beim Fotografieren garnicht aufgefallen. Ich hätte gerne noch viel länger Fotos gemacht, aber als dann aus den anderen Räumen plötzlich irgendwelche Geräusche kamen bin ich panisch direkt wieder rausgerannt :-)


Einige Innenaufnahmen mehr gibt es schon, aber ich hab wohl so gezittert, es wurde leider alles unscharf ;)

Das ist die Eingangstür, ich mochte wieder die Farben :)


Das ist jetzt kein besonders gutes Foto, aber schau sich das einer an, das erklärt bestens wieso ich mich im Moment vom Glück einfach irgendwie geküsst fühle und fast immer gute Laune habe. Bei sovielen Hufeisen kann ja garnix mehr schief gehen ;)


Das Moos-Muster auf dem Beton mochte ich irgendwie


Hier nochmal ein Teil des Hauses von aussen. Links bin ich zur Tür rein. Am Fenster sieht man ja jetzt wie dunkel es tatächlich war..brrr. Und rechts sah man direkt in die alte Küche, da stand sogar noch ein verrosteter gußeiserner Ofen und eine uralte Nähmaschine, hätte ich gerne fotografiert, hatte aber Angst beim Kraxeln über den Gerümpelhaufen breche ich mir was oder mir fällt die Mauer auf den Kopf ;)


Irgendwann muss ich dort definitiv nochmal hin, auch wenn es so unheimlich war. Aber dann lieber nicht ganz alleine :)

Als ich mit dem Gruselhaus fertig war ging auch langsam schon die Sonne unter und ich bin am Donaukanal entlang Richtung Heimat geradelt. Habe dort auf einer Brücke auch noch ganz viele Bilder gemacht. Die folgen dann in Teil 2.

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